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Genossenschaftsgedanke
Vom Wohnen in einer Genossenschaft


"Das Wesen der Genossenschaft besteht in der Selbsthilfe-Organisation. Zur Genossenschaft schlossen sich die wirtschaftlich Schwachen zusammen, um aus der wirtschaftlichen Ohnmacht gegenüber dem Grosskapital herauszuwachsen.
Die elementarsten Bedürfnisse des Menschen sind Wohnung, Nahrung, Kleidung und das Austauschmittel, das Geld. Das enge Zusammenwohnen, in oft schlechten hygienischen Verhältnissen, sollte verbessert werden. Die Wohnung im bescheidenen Siedlungshäuschen soll nicht nur sonnig, luftig und geräumig sein, sie soll auch ein wirkliches Heim darstellen. Die Wohnung soll vor allem der heranwachsenden Kinderschar genügend Raum bieten um sich zu entwickeln.
Die Bau-, und Wohngenossenschaften, die dafür eintraten, dass auch die Jugend uneingeschränkt Raum und Sonne zur Verfügung hatte, erfüllten damit eine hohe Kulturaufgabe. Der Hauptzweck der genossenschaftlichen Wohnungsreform war die Förderung der gesunden Familie.
Durch die Genossenschaften als Zusammenschluss schwacher Einzelkräfte zu einem machtvollen Ganzen, erwächst die Kraft, das Wohnungsproblem auf einem Weg zu lösen, wo nicht das Geldinteresse, sondern das Interesse des Menschen und dessen engster Gemeinschaft, der Familie, im Vordergrund steht.
Zu den ideellen Bestrebungen gehörte auch eine genossenschaftliche und allgemeine Bildung. Der Gedanke der Zusammengehörigkeit sollte auf alle Lebensgebiete ausstrahlen.
Es gab viele Veranstaltungen in Form von Vortägen und Kursen über die theoretischen und praktischen Grundlagen der Genossenschaftsbewegung.
Kurse über Gartenbau, Ernährungsfragen, Samariterkurse (vorwiegend in der Kriegszeit), Ausbildung für den Luftschutz.
Aber auch: Studienzirkel im Sinne der genossenschaftlichen Erziehung zur gegenseitigen Verständigung.
Geselligkeit wurde gepflegt, Bildungsfragen. Es entstanden Gruppen für genossenschaftliche Bildung, Musik, Gesang und Sport."

(E.Stoll SVW Basel 1943)

 

 

Vom Wohnen in einer Genossenschaft
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