Am Samstag 23. August 2025 fand auf dem Spielplatz der Info-Anlass zur ökologischen Aufwertung des Aussenraums und zum Neophyten-Inventar statt.

Bei angenehmen Temperaturen hörten die ca. 30 Anwesenden gebannt zu, wie die Garten-Fachfrau Priska Zahnd auf sympathische und informative Art über ökologische Zusammenhänge der einheimischen Fauna und Flora berichtete. Wer wusste z.B., dass der Faulbaum als einzige Nahrungspflanze für die Raupen des Zitronenfalters ein regelrechter Magnet für diese prächtigen Schmetterlinge ist? Oder dass die Sal-Weide mit ihren flauschigen Weidenkätzchen ein wahres Schlaraffenland für eine riesige Anzahl Falter und Insekten ist? Spannend auch, wie aus Totholz oder Resten von Brombeerstauden Bienenhotels entstehen oder wie wir den Igeln mit einfachen Mitteln helfen können, sich bei uns sicher und wohl zu fühlen.

Priska Zahnd informierte uns auch über problematische Pflanzen in unseren Gärten. Dabei handelt es sich oft um sogenannte Neophyten – also importierte Pflanzen. Da diese Pflanzen ursprünglich an fremde Ökosysteme angepasst waren, haben sie oft nur einen geringen Nutzen für unsere Fauna und Flora. Wenn diese Pflanzen zusätzlich auch unsere heimischen Arten verdrängen, spricht man von «invasiven Neophyten». Der Bund hat in einer Freisetzungsverordnung eine Liste von Pflanzen bestimmt, die aufgrund ihres Verdrängungspotentials nicht mehr verkauft und ausgesetzt werden dürfen (Siehe neophyten-schweiz.ch). Der Vorstand hat beschlossen, dass auch das Hegi bis 2028 frei von diesen Pflanzen sein soll, da wir nicht nur schmucke, sondern auch ökologisch wertvolle Gärten haben wollen. Aus diesem Grund wurde Priska Zahnd beauftragt, diese Pflanzen in unseren Gärten zu bestimmen. Die Resultate ihrer Gartenbesichtigung von Mitte Juli hat sie uns auf einem grossen Übersichtsplan präsentiert. Sie hat uns anschaulich erklärt, weshalb die jeweiligen Pflanzen problematisch sind und hat viele Beispiele für einheimische Ersatzpflanzen genannt

Anbei findet ihr das Inventar der problematischen Pflanzen in unseren Gärten. Wenn jemand Unterstützung für die Entfernung der problematischen Pflanzen oder eine Beratung für Neubepflanzung braucht, kann man sich gerne direkt an den Vorstand wenden.

Auf den angekündigten gemeinsamen Pflanztag am 25. Oktober/1. November verzichten wir vorerst.

Wir danken euch für das Interesseund und euer Mitwirken!

Für den Vorstand
Barbara Eckinger, Roland Saum

(PDF-Datei) Neophyten-Inventar